20 Mai

Pfingstbrief – Zur Sprache gebracht: “Die Wahrheit ist`s, die uns befreit” !!

Pfingstbrief – Zur Sprache gebracht: “Die Wahrheit ist`s, die uns befreit” !!

Liebe Mitmenschen,
vielen Dank für die starke Resonanz auf meinen letzten Bardenbrief.
Dieser Brief geht ja an viele Tausend Menschen, die sich in unseren Bardenverteiler in den letzten 15 Jahren eingetragen haben. Der Bardenbrief wird aber auch immer wieder von Menschen, die davon außerordentlich berührt werden weitergeleitet wiederum an deren Freunde. So offenbar auch der letzte Brief.
Hin und wieder leite auch ich selbst ihn noch an meine Freunde weiter.
Ich danke all`Jenen, die sich bei mir bedankt haben und mir Mut zugesprochen haben, denn Mut erfordert diese Arbeit  ohne Zweifel.
Es haben sich auch einige kritisch geäußert, auch diesen möchte ich danken, weil sie mir Gelegenheit geben zu reflektieren.
Dies möchte ich im heutigen Bardenbrief mit Euch zusammen tun. Das Pfingstereignis der Sprachverwirrung und Spracheinigung über die Christuskraft des liebenden Mitgefühls lädt dazu ein.

Die Kritik kam ausnahmslos aus sog. esoterischen Kreisen. Ich benutze den Begriff ungern, weil er ja spaltend wirken kann, was nicht meine Absicht ist. Dennoch möchte ich dadurch etwas aufzeigen.
Die Hauptkritik war, dass ich durch den letzten Bardenbrief Angst geschürt hätte.
Das ich nicht FÜR. sondern GEGEN etwas gesprochen hätte. Und dass ich polarisierend statt Einend gesprochen hätte.
Dazu möchte ich mich äußern.
Zunächst fällt mir auf, dass wir uns immer über verschiedene Lager identifizieren. Über Rechts und Links und spirituell und Nicht spirituell, als Christen oder Moslems etc…
Vielleicht wäre es wichtig, uns einfach mal als Menschen zu betrachten. Als Menschheit sind wir geeint in dem einen Wunsch zu überleben. Das fängt mit der Nahrung an, geht über das Dach über dem Kopf und erweitert sich, wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind, um Konsum und einer für die meisten von uns überlebenswichtigen Lebens-Anschauung. Wenn nun Knappheit besteht, beginnt der Kampf um die Ressourcen. Bei Brot und Dach ist das einleuchtend, beim Konsum wird es schon grotesk und wenn man dann um geistige Anschauungen kämpft wird es traurig. All zu meist verlieren wir uns ausnahmslos in Rechthaberei darüber.
Nun gibt es tatsächlich aber keine Strömung, die in den letzten Jahren einen stärkeren Ausverkauf der Werte erfahren hat, wie die Esoterik. Das Wissen findet Einzug bis in die Fernsehzeitschriften und der Buchmarkt ist überlaufen damit. Dabei handelte es sich Jahrtausende lang um Geheimwissen, welches im verborgenen unter Einsatz von großer Willensanstrengung praktiziert wurde. Die Hauptfloskel der sog. esoterischen Anhängerschaft ist diese: “wir sind alle Eins”. Selbstverständlich sind wir das. Nur bezieht sich diese Aussage dann natürlich nur auf diese Menschen, die sich für sog. “Spirituell” halten. Alle anderen “sind noch nicht so weit”. Und da fängt der subtile Kampf wieder an. Wer aufmerksam hinblickt, kann erkennen, dass nicht nur die religiösen Menschen miteinander verstritten sind, sondern insbesondere auch die esoterischen Kreise ausgrenzend wirken. Dort im Einheitsbewusstsein wird der Schatten, das Dunkel, die Kälte der Krieg oft genug ausgegrenzt. Und somit der Mensch, an dem so etwas entdeckt wird. Es werden Familienmitglieder, Eltern, Kinder, Feinde (ehemalige Freunde, die einen verletzt haben) ausgegrenzt, kurz “un-spirituelle Zeitgenossen. Während wir bei den großen Religionskriegen noch erhaben sagen können, “aber Kinder, wir müssen uns doch nicht um die verschiedenen Ausdrucksformen des einen Gottes streiten”, wird es in der Esoterik schon sehr viel schwieriger. Sie ist durchsetzt von Darwinismus “Das Recht des Stärkeren”. Das heisst, Die und Der mit dem meisten Wissen wer am leuchtendsten und schönsten aussieht, am meisten Kurse besucht hat, am wenigsten Schatten zeigt  setzt sich durch. Das treibt in einigen Kreisen echte Stilblüten mit selbst ernannten Meistern. Männer versuchen Frauen damit zu beeindrucken und Frauen Männer. Beziehungen und Ehen werden dadurch zerstört, “weil man sich ja weiterentwickelt hat und sich deshalb nicht mehr versteht”. Aber munter lässt sich ein Jeder gleich mit dem Nächsten ein, denn, dass ist ja nun der wahre Seelenpartner. Die Kinder leiden darunter und müssen verstehen lernen, dass man die fest gefahrenen Vorstellungen von Monogamie und von einer Konstante im Leben fallen lassen muss, den “Alles ist Eins”.
Ich kannte mal einen der sagte mir: “Gehe neun Schritte im Moralischen und einen im Geistigen”.
Da scheint für mich was wahres dran zu sein. Denn die moralische Ausbildung dient ausschließlich der Innenschau. Ich schaue auf mich und versuche in mir Tugenden wie Mut, Ehrlichkeit, Akzeptanz, Liebe, Wahrhaftigkeit zu kultivieren. Das ist eine innere Schulung und ich schaue dabei nicht auf den Anderen, ob sie oder er mehr oder weniger Makel hat.
In der moralischen Selbstschulung komme ich nicht auf den Gedanken, jemand anderen ausgrenzen zu müssen, weil er anders tickt als ich. Ganz im Gegenteil gehe ich davon aus, das wir als Individuen völlig einzigartig einander in einer gewissen Fremdheit gegenüber stehen. Vor diesem Fremden habe ich Achtung, davor habe ich Respekt.
Das gilt selbstverständlich auch für Menschen, die sich für die Geheimwissenschaft der sog. Esoterik interessieren. Es ist legitim, sich dafür zu interessieren.
Wir müssen nur wissen, das es sich dabei wie bei Goethes “Zauberlehrling” (oder auch bei meinem Lied “der Zauberlehrling”) verhält. Das Wissen kann uns stumpf gegenüber anders gearteter Mitmenschen machen, wenn wir nicht gleichzeitig eine genauso starke Arbeit an unseren Schatten verrichten.

Und damit komme ich nun zu Krieg und Frieden. Ich glaube, wir können davon ausgehen, dass solange es noch irgendwo auf der Erde Krieg gibt, liegt das daran, dass wir alle hier auf diese Erde “noch nicht soweit sind” das Frieden herrschen kann. Der Krieg in Ost, West und Süd hat was mit uns zu tun. Ist Ausdruck dessen, wie wir mit Schattenthemen umgehen. Damit, dass wir selbst rechthaberisch sind, Menschen aus unserem Leben ausgegrenzt haben, scheinheilig und verlogen sind. Ausnahmslos sind wir so.
Die Kriege um uns herum können uns das lehren.
Doch der Krieg hat eben eine ganz konkrete Seite und das ist, dass Menschen, die selbst nicht im Bombenhagel stehen, anderen Menschen befehlen, diese Bomben unter Einsatz ihres eigenen Lebens über anderen abzuwerfen.
Und da hört die Freiheit des einzelnen auf !
Da geht es nicht mehr um Meinungsaustausch und Meinungsverschiedenheiten sondern ganz klar darum Stellung zu beziehen. Denn wer da noch wegsieht und von Schwarzmalerei spricht, wenn seit 25 Jahren die Nato trotz dessen, dass mit Russland das ganz klar anders vereinbart war immer weiter ostwärts schreitet und zwar mit militärischer Waffengewalt, dann muss jedem vernünftig gebildeten Menschen mit Geschichtsbewusstsein klar sein, was das heisst: über kurz oder lang wird Deutschland wieder zermalen für die Interessen der Jenigen, die wir NICHT gewählt haben !!! Hier müssen wir raus auf die Strasse. Zuhause können wir beten, meditieren und uns Bilder einer friedlichen Welt vorstellen. Aber auf der Strasse realisieren wir dann diese Bilder und Gebete. Hier zeigt sich dann ob wir das Zuhause geübte zur Anwendung bringen können. In der Verschiedenheit jedes Einzelnen.
Dies können wir jetzt tun um den ausgebrannten, heimatlosen, Kindern, Frauen und Männern
ein Signal zu geben, dass sie nicht allein sind und damit es hier nie, nie mehr dazu kommen muss.
“Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen” steht bei uns geschrieben, haben wir das vergessen ?
Große Staatsmänner wie der Dalai Lama oder Nelson Mandela haben das verstanden, wie Politik und Spiritualität vereint werden. Daran sollten wir uns orientieren.
Mir wurde schon oft ein spirituelles Verständnis abgesprochen, weil ich auf der Strasse gesungen und gesprochen habe. Die Wahrheit ausgesprochen habe, wo viele sie nicht hören wollten. Doch nehme ich überhaupt den Mut und die Friedfertigkeit mit der ich das tue aus meinem eigenen moralischen Weg. Sonst könnte ich das nicht tun. Eine solche Arbeit kann man nicht aus Angst tun. Aber Mut ist auch nicht etwas was man heroisch in die Wiege gelegt bekommt. Mut wird ausschließlich durch Taten erübt  und immer wieder neu erworben.
Ich bin ein einfacher Mann, Vater, Musiker und Barde mit allen Einseitigkeiten und Unzulänglichkeiten behaftet, die man sich nur vorstellen kann. Und ich liebe mein Leben, dieses Land und diese Erde.
Und dafür trete ich mit aller Entschiedenheit ein – im Denken, Fühlen und Tun, im Gebet und im Gesang.
Und wie wäre es, wenn wir Menschen aus allen Religions- und Geistesströmungen in dieser Haltung vereint auf die Strasse gingen wie am 21. Juni innerhalb der Friedensmenschenkette um den Bodensee und andere Seen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen ?
Das wäre doch schon Friedensmodell für den Weltfrieden.
Die Kulturkarawane vom 1. bis 21. Juni ist ein soziales Kunstwerk dieser Art, um das zu erüben.
Ich Grüsse Euch von Herzen Eloas Mín Barden

10. Fest der Bäume – einmal anders
am Samstag, 30. Mai  von 15 bis 24 Uhr
auf dem Herbstenhof bei Billafingen

zum Auftakt der Kulturkarawane für den Frieden
mit dem Zirkuswagen um den Bodensee
vom 1. Juni bis 21. Juni (jeden Tag Programm)

Das Fest der Bäume mit Flohmarkt, Musik, Essen & Trinken, sehr spontan

– mit Benefiz-Konzert auf Spendenbasis für die Kulturkarawane 20 Uhr
– Tagsüber Friedensgespräche und Infos zur Karawane. Eintritt frei !!!
– Anlaufstelle für alle, die sich künstlerisch oder organisatorisch mit einbringen wollen
– Das Projekt ist ein soziales nicht-digitales ausschließlich von Mensch zu Mensch weiterverbreitetes Kultur-Friedens-Projekt
– Es steht im Zusammenhang mit der Friedensmenschenkette am 21. Juni um 15 Uhr rund um den Bodensee (www.friedensmenschenkette-bodensee.de)

Mehr unter: Die Neuen Barden, Jens Eloas Lachenmayr, info@eloasminbarden.de, Telefon 07557-9298423, www.eloasminbarden.de

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