12 Mai

Pfingstbardenbrief 2016

Pfingstbardenbrief 2016

Verehrte Freunde,
es ist nun endlich soweit, das neue Album „Die blaue Blume“ ist geboren !!
Ein langer Pilgerweg war es bis dorthin mit einer überraschenden Geburt in einer idealen Umgebung mit wunderbaren Weggefährten.
Viele Menschen waren indirekt oder direkt an diesem Album beteiligt und ich möchte allen noch einmal meinen tiefsten Dank dafür aussprechen.
Eine Art Vorpremiere wird es über das Pfingstwochenende direkt bei mir zuhause geben, um mit einerseits direkt beteiligten Menschen und andererseits einigen interessierten Menschen ein paar Stündchen in direkter Begegnung mit Gespräch und Musik zu verbringen. Ich habe bewusst darauf verzichtet das groß anzukündigen, da der Platz eine bestimmte Intimität besitzt und es keine geregelte Zufahrt, Strom, und öffentliche sanitäre Anlagen gibt. Die Begegnung ist also bei regenfreiem Wetter als eine Art Waldwiesenpicknick gedacht und jeder sorgt dafür, das er was zu trinken und zu knabbern hat. Am Sonntag und Montag von 16 Uhr bis 19 Uhr lade ich also die Jenigen ein, die Freude haben einen Waldspaziergang von 10-15 Minuten vorab genießen wollen, da die Autos in Altheim am Naturatelier geparkt werden müssen. Es gibt definitiv keine Möglichkeit mit dem Auto vor Ort zu kommen !!

Mit dem zehnten Studio-Album erhaltet Ihr  in 77 Minuten und 10 neuen Liedern und vier vorab schon einmal veröffentlichten Liedern ein randvolles Album voller Musik. Mit dem Tempelton-Kammer-Orchester unter der Leitung von Moritz Freise, meinem langjährigen Produzenten und Weggefährten und einigen anderen wunderbaren Musikern an Cello, Flöten, Hackbrett, Perkussion, Tabla, Schlagzeug, Harfe, Akkordeon etc ist uns der Bogen von fast filmmusikalisch anmutenden Klängen hin zu meinen musikalischen Ursprüngen, aus denen heraus ich damals vor knapp18 Jahren aufgebrochen bin gelungen. Der Kreis hat sich geschlossen. Ich bin wieder zuhause angekommen. Eine wunderschöne künstlerische Gestaltung der gewohnten ökologischen Umverpackung mit 24 seitigem Booklett, durch zwei befreundete Graphikerinnen, die auch die Netzseite gestaltet haben, rundet das Werk ab und auf.

Einige Lieder sind in der Jurte entstanden, andere auf meinen Reisen durch Irland und Deutschland.
Das Lied Die blaue Blume selbst entstand in Thüringen auf einem Schloss, wo wir abends ein Konzert haben sollten. Beim Mittagessen lief in der Schlossküche ein Lied, ich bekam nur Fragmente davon zu hören, aber diese Töne perlten wie Kaskaden durch die Schlossmauern und öffneten den Vorhang für die Idee der Kulturkarawane und damit verbunden für das Lied der blauen Blume.
Sinnbild der Dichter und Denker der Romantik für die Suche nach etwas heiligem höherem und tieferem im Leben, war die sog. „blaue Blume“, – auch Vorbild für die Wandervogelbewegung nach etwas transzendenten im Leben zu suchen. Etwas, was allen Dingen, die wir tun eine Schönheit, Ästhetik und Bestimmung gibt.
Für mich als Dichter fängt das bei der Sprache an: Am Anfang war das Wort (der Klang, die Schwingung) aus dem alles geboren wurde.
Wenn dem wirklich so ist, dann ist alles Leben, alle Schöpfung daraus hervor gegangen. Das wird bei den kladnischen Klangfiguren deutlich, die auf einem mit Sand bestreuten runden Metall, durch einen Geigenbogen angestrichen eine wunderschöne exakte geometrische Form entstehen lässt. Vielleicht ist alles auf diese Weise entstanden und der Urknall damit reiner Unsinn.
Wenn ich mir das vorstelle, so wird mir bewusst, wie wichtig es ist die Sprache sinnvoll einzusetzen, da sie tatsächlich schöpferische Kraft besitzt.
Ist vielleicht der Zustand der gegenwärtigen Welt, auf die Art der Sprache zurückzuführen, die wir permanent medial in Liedern und Nachrichten zu uns nehmen, unbewusst übernehmen und selbst formen ?
Pfingsten ist ein Sprachereignis. Durch unsere Sprachtat können wir vernichtend oder aufbauend, verwirrend oder klärend wirken.
Vielleicht ist es nötig, die Bedeutung der Worte zunächst wieder auf ihren Ur-Sprung zurück zu verfolgen.
In jedem Falle glaube ich, dass wir die Sprache lieben müssen, um im Sinne des Pfingstereignisses uns zu öffnen, für diesen schöpferischen Aspekt der göttlichen Welt durch uns heilsam auf die Welt wirken zu können.
Das neue Album „Die blaue Blume“ ist für mich eine Liebeserklärung an den schöpferisch-aufbauenden Aspekt der lyrischen Sprache.
Ich wünsche Euch viel Freude damit.

Herzlich Eloas Mín Barden (Alias Jens Eloas Lachenmayr)

Wer der Sprache Sinn versteht,
Dem enthüllt die Welt im Bilde sich.
Wer der Sprache Seele hört,
Dem erschließt die Welt als Wesen sich.
Wer der Sprache Geist erlebt,
Den beschenkt die Welt mit Weisheitskraft.
Wer die Sprache lieben kann,
Dem verleiht sie selbst die eigne Macht.

So will ich Herz und Sinn
Nach Geist und Seele
Des Wortes wenden,
Und in der Liebe
Zu ihm mich selber
Erst ganz empfinden.

Rudolf Steiner
Wer der Sprache Sinn versteht
Maart 1921

Die blaue Blume (2016)  Eloas Mín Barden & Ensemble (Ab 14. Mai im Handel und Onlineshop)

CD 2016-01:   15 Euro (bis 31. Mai portofrei) wenn Du zwei CD`s bestellst erhälst Du eine dritte CD gratis beigelegt !!
LP 2016-01:    25 Euro (erscheint im Herbst als Schallplatte in limitierter Auflage Vorbestellungen ab JETZT unter Stichwort Schallplatte überweisen)
Mp3 2016-01: 10 Euro (inkl. Cover und Booklett)

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